Die medizinische Verwendung von Blutegeln hat eine faszinierende und lange Tradition. Bereits in der Antike wurden Blutegelbehandlungen durchgeführt.
Im Mittelalter wurden sie teilweise missbräuchlich eingesetzt und gerieten danach in Vergessenheit. Die kleinen Heiler erlangten durch die rekonstruktive plastische Chirurgie eine Renaissance.
Wurde die Wirksamkeit der Egel anfangs auf den reinen Aderlass zurückgeführt, ist heute der Speichel der Tierchen in den Fokus geraten. Insgesamt fast 100 Inhaltsstoffe lassen den umfangreichen Einsatz der Egel begründen. Dieser „besondere Saft“ sorgt dafür, dass die Blutegeltherapie als Schmerz stillend, entzündungshemmend, Lymphstrom beschleunigend (Abtransport der Schlackenstoffe) und Blut verdünnend gilt. So leisten die kleinen Helfer Hilfe bei Verschleißerscheinungen in den Gelenken, bei traumatischen Sportverletzungen, bei inneren Erkrankungen, wie Rheuma oder Gallenblasenentzündungen, bei Stoffwechselerkrankungen (u.a. Gicht), bei Venenleiden und Ohrgeräuschen sowie bei Hauterkrankungen, um nur eine kleine Auswahl an Erkrankungen anzuführen.
Die Blutegeltherapie ist einfach durchzuführen, gehört aber in die Hände eines erfahrenen Therapeuten. Nach dem Biss des Egels, der ähnlich der Schmerzintensität eines Nadelstiches ist, beginnt der Egel mit dem Saugvorgang. Er variiert von einer Viertelstunde bis zu einer Stunde, abhängig von Appetit und Leidenschaft des Egels. Danach schließt sich eine gewünschte Phase des Nachblutens an. Jeder Blutegel darf nur ein Mal zum Einsatz kommen.
Insgesamt betrachtet ist dieses traditionelle Heilmittel aus dem Naturheilverfahren in der modernen Medizin einfach und schnell sowie individuell einsetzbar und mit nur wenigen Nebenwirkungen behaftet.
Bezugsquelle Blutegel
Meine Blutegel beziehe ich ausschließlich bei der Biebertaler Blutegelzucht GmbH.
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