Das Cantharidenpflaster gehört zu den blasenziehenden Ausleitungsmitteln, das in seinen verschiedenen Ausführungen bereits seit Jahrtausenden verwendet wird. Eingesetzt wird ein Cantharidenextrakt, der aus der Laufkäferart „Spanische Fliege“ stammt. Das Cantharidenpflaster ähnelt in seiner Wirkung der Schröpftherapie und wird auf die Schröpfzonen des Rückens gesetzt. Es wird auch „weißer Aderlass“ genannt. Bereits Paracelsus heilte mit diesem Laufkäfer die Gicht.

Der Hautreiz des Wirkstoffes führt zu einer Verbrennung 2. Grades mit Blasenbildung. In der Blase befindet sich Lymphflüssigkeit mit Stoffwechselschlacken, die durch diese Methode an die Hautoberfläche gelangen und dann ausgeleitet werden können. Im Inneren des Körpers erfolgt eine Durchblutungs- und Drainagesteigerung. Schmerzbotenstoffe können somit blockiert werden.

Dieses Verfahren hat sich somit besonders bei chronischen Beschwerden wie Wirbelsäulenerkrankungen, Tumorschmerzen, Gelenkverschleiß, Erkrankungen des Lungenfells (Pleuritis, Pleuraerguß), Frauenleiden und wiederkehrenden Nasennebenhöhlenentzündungen bewährt.

Gibt es Nebenwirkungen?

Während der Ausbildung der Brandblase kann es zu Schmerzen kommen. Auch besteht die Möglichkeit, dass sich die Blase infiziert. Durch den Wirkstoff des Laufkäfers kann es einer Verfärbung der Haut kommen, die jedoch meist rückgängig ist. Das Pflaster sollte nicht bei Nierenschäden angewendet werden.

Kostenübernahme durch die Krankenkasse?

Einige Privatversicherer und gesetzliche Krankenkassen übernehmen teilweise die Kosten für die Behandlung. Ich werde Ihnen eine Rechnung nach der ärztlichen Gebührenordnung zukommen lassen und bitte Sie, dies selbst mit Ihrer Krankenkasse abzuklären. Pro Behandlung kommen ca. XX Euro auf Sie zu. Selbstverständlich erhalten Sie von mir über den Betrag eine genaue Rechnung, die Sie auch beim Finanzamt geltend machen können.