Das Baunscheidt-Verfahren ist eine großflächige Hautreiztherapie, die durch einen künstlichen Hautausschlag einen hautausleitenden Effekt und eine Immunstimulation bewirkt.
Mit Hilfe eines Nadelinstrumentes und eines hautreizenden Öles wird eine vermehrte Durchblutung der Hautoberfläche und reflektorisch der inneren Organe erreicht. Es kommt zu einem Lymphdrainageffekt und einer Anregung der Organfunktionen. Das Baunscheidt-Verfahren wird auch als tonisierendes Verfahren bezeichnet.
Der Hautreiz des Wirkstoffes führt zu einer Verbrennung 2. Grades mit Blasenbildung. In der Blase befindet sich Lymphflüssigkeit mit Stoffwechselschlacken, die durch diese Methode an die Hautoberfläche gelangen und dann ausgeleitet werden können. Im Inneren des Körpers erfolgt eine Durchblutungs- und Drainagesteigerung. Schmerzbotenstoffe können somit blockiert werden.
Dieses Verfahren hat sich somit besonders bei chronischen Beschwerden wie Wirbelsäulenerkrankungen, Osteoporose, Schulter-Arm-Syndrom, Neuralgien, muskulären Verspannungen, Rheuma, Gicht und Achillesreizungen und einer allgemeinen Infektlabilität bewährt.
Gibt es Nebenwirkungen?
Da es sich um eine Reiztherapie handelt, kann es durch die Reizung des krotonfreien Hautöles zu Schmerzen kommen. Auch besteht die Möglichkeit, dass sich die Blasen infizieren. Durch den Wirkstoff des Öles kann es einer Verfärbung der Haut kommen, die jedoch meist rückgängig ist.
Kostenübernahme durch die Krankenkasse?
Einige Privatversicherer und gesetzliche Krankenkassen übernehmen teilweise die Kosten für die Behandlung. Ich werde Ihnen eine Rechnung nach der ärztlichen Gebührenordnung zukommen lassen und bitte Sie, dies selbst mit Ihrer Krankenkasse abzuklären.